eine Unterschrift wiegt 1,5 Tonnen
Durch Strom eröffnen sich neue, globale Kommunikations- und Informationswege. Er setzt Dinge in Bewegung, spendet Wärme, erzeugt Licht und Töne. Doch die konventionelle Erzeugung von Strom aus fossilen Brennstoffen erhöht das Kohlendioxid-Aufkommen und ist so mitverantwortlich für den voranschreitenden Klimawandel. Wer seine CO2-Bilanz mit minimalem Aufwand verbessern möchte, sollte zu Ökostrom wechseln. Der Wechsel hat Einfluss auf die Arten der Energieerzeugung und den Wettbewerb.
Seit der Liberalisierung des Strommarktes kann jeder Verbraucher selbst wählen, woher er seinen Strom bezieht. Anbieter von Ökostrom verpflichten sich, genauso viel Ökostrom in das Stromnetz einzuspeisen, wie die Kunden benötigen. So verändert sich mit jedem Auftrag eines Ökostromkunden die Zusammensetzung des Stromes in Deutschland. Um die konventionelle Erzeugung von Strom in Kohle- oder Atomkraftwerken langfristig vom Markt zu verdrängen, sollte der Anbieter garantieren, einen Teil der Einnahmen in den Neu- oder Ausbau von Anlagen zur Erzeugung regenerierbarer Energien zu investieren.
Ökostrom wird aus Solar- und Windenergie, Wasserkraft sowie Biomasse hergestellt. Auch Ökostrom light ist laut BUND noch zu empfehlen. Er setzt sich aus regenerativen Energien und bis zu 50 Prozent Strom aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen zusammen. Dieser Strom kann günstig produziert werden und der CO2-Ausstoß ist gering.
Ausgewählte Ökostrom-Angebote sind gleich oder nur wenig teurer als der Strom von herkömmlichen Erzeugern. Ein 2-Personen-Haushalt spart so pro Jahr um die 1,5 Tonnen CO2 ein.
ecochoice empfiehlt folgende Anbieter:
· EWS Elektrizitätswerke Schönau: www.ews-schoenau.de
· Greenpeace Energy www.greenpeace-energy.de
· LichtBlick: www.lichtblick.de
· Naturstrom www.naturstrom.de
Den Stromanbieter zu wechseln ist einfach und lohnt sich. Der Wechsel ist übergangslos und es entstehen keine Gebühren:
In einem Anmeldeformular werden persönliche Daten, Angaben zur letzten Stromrechnung oder zum Zählerstand vermerkt und an den Anbieter geschickt. Nach Vertragsabschluss kündigt der Anbieter für den Kunden beim alten Versorger und teilt ihm den Termin des Wechsel mit. Er kümmert sich zudem um die Beträge für die Abschlagszahlung und klärt die Zählerstände.
Quellen:
zum Thema "Etikettenschwindel bei Ökostrom"
das Bündnis "Atomausstieg selber machen" (Partner sind u.a. Greenpeace, Naturschutzbund Deutschland, BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland, WWF, Deutsche Umwelthilfe und Robin Wood)