Birnen und Knöpfe die viel sparen
Energie ist ein zentraler Bestandteil unseres Alltags. Angesichts eines weltweit steigenden Energieverbrauchs ist ein sinnvoller und bewusster Umgang mit Energie wichtiger denn je. Doch allein der Stromverbrauch privater Haushalte ist in den letzten Jahren um zehn Prozent gestiegen. Zwar arbeiten viele Haushaltsgeräte mittlerweile energieeffizient, aber zahlreiche Energieanwendungen, wie Flachbildfernseher oder Laptops, sind in den Haushalten dazugekommen. Unser Ratgeber kann Ihnen auf dem Weg in ein selbstbestimmtes und umweltverträgliches Leben Impulse geben, die helfen Ihr Energiesparpotential auszuschöpfen.
energiesparende Elektrogeräte:
Um die Stromrechnung nicht in die Höhe zu treiben und die Umwelt zu schonen, sollte man beim Kauf eines Elektrogerätes auf den Energieverbrauch achten. Denn ein vermeintlich günstiges Elektrogerät kann sich im laufenden Betrieb als Stromfresser entpuppen.
Die Verbraucherportale ecochoice und EcoTopTen bieten einfache und umweltfreundliche Orientierungshilfen im Wirrwarr der Angebote.
Beispielsweise bei Flachbildschirmen fällt der Stromverbrauch stark ins Gewicht: Beim Kauf eines neuen Fernsehers spielt vor allem die Größe des Bildschirms eine Rolle. So verursachen große Plasmabildschirme schnell Stromkosten von über 70 Euro pro Jahr. Aber auch innerhalb einer Bildschirmgröße sind die Unterschiede massiv, wie eine Studie des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) zeigt. Denn ein sparsamer LCD-Fernseher mit 80 cm Bildschirmdiagonale verbraucht in zehn Jahren ca. 280,- Euro Stromkosten, sein energiehungriger Bruder im gleichen Zeitraum hingegen über 500,- Euro. Ein Unterschied von 220,- Euro. Bei den ersten Kategorien nennt www.ecochoice.de jetzt das Einsparpotential.
Einen fundierten Stromcheck für Haushalte bietet die EnergieAgentur NRW u.a. in Kooperation mit der Deutschen Energie-Agentur. Diese bietet auch einen Rechner für die unterschiedlichen Verbrauchskosten, der einzelnen Energieeffizienzklassen, bei Waschmaschinen sowie Kühl- und Gefriergeräten.
Stand-by
Elektrogeräte wie Computer, Drucker oder Faxgeräte benötigen mit einem Anteil von rund 60 Prozent den größten Teil des Stromes dann, wenn sie gar nicht benutzt werden, im so genannten Stand-by-Betrieb. So verbraucht eine Kompaktanlage allein 10,18 Euro Strom für Stand-by pro Jahr. (http://www.vz-nrw.de/mediabig/17872A.pdf). Dabei kann durch einfache Steckerleisten leicht ein Einsparpotential von 200 kg CO2 erreicht werden. Und mit dem ersparten Geld, kann man sich mit etwas Gutem verwöhnen lassen.
Der Stand-by Rechner der Deutsche Energie-Agentur gibt einen detailierten Blick über eine Vielzahl von Elektrogeräten.
ein paar Drehungen und hundert Euro reicher
Energiesparlampen gibt es heute in zahlreichen Formen und Größen und mit verschiedenen Lichtspektren (extra-warmweiß, warmweiß wie die übliche Glühbirne, neutralweiß und tageslichtweiß). Trotz hoher Anschaffungskosten sind sie eigentlich unschlagbar günstig. Denn Energiesparlampen halten nicht nur etwa zehnmal so lange wie herkömmliche Glühbirnen, sie brauchen auch nur ein Fünftel der Energie. So bewirkt schon eine Energiesparlampe einen um 80 Prozent geringeren Stromverbrauch. Ersetzt man also zehn normale 60-Watt-Glühbirnen durch 11-Watt-Energiesparlampen, bringt dies eine Ersparnis von 200 kg CO2. Diese Energiesparlampen sparen zusammen bis zu 100,- Euro pro Jahr.
Einen genauen Überblick über die Höhe der Einsparmöglichkeiten von Energiesparlampen, gibt der Beleuchtung-Kosten-Check der Deutsche Energie-Agentur. Energiesparlampen selbst finden Sie bei ecochoice oder bei der CO2 Kampagne der Projektwerkstatt der FU Berlin.
weniger und gut ist mehr
Vielleicht sollte man es das "IKEA-Phänomen" nennen: Eigentlich standen auf dem Einkaufszettel nur wenige Wünsche. Doch am Ende steht man an der Kasse mit zwei gefüllten Tüten und fragt sich: "Was ist in den letzten 180 Minuten eigentlich passiert?" Viele Unternehmen setzten auf dieses Geschäft der vermeintlichen Schnäppchen, die niemand wirklich braucht: Sei es der günstige Scanner oder der schicke Sandwichmaker.
Genau dieser Moment entscheidet. Schnell kaufen, kurz freuen und gleich wieder wegpacken oder sehnlichst wünschen, sorgfältig auswählen und dann lange freuen. Der Ressourcenverbrauch bei der Herstellung eines Elektrogerätes fällt genauso ins Gewicht wie der spätere Verbrauch. Weniger aber dafür hochwertige Elektrogeräte bringen eine höhere Zufriedenheit, kommen unter dem Strich günstiger und halten die CO2 Bilanz.
Quellen:
Deutsche Energie-Agentur, Energystar, Greenpeace Magazin und Verbraucherzentrale Bundesverband